Editorial

Flotte Worte

Vor einiger Zeit flatterte eine Lenkererhebung ins Büro. Ein paar Wochen später lag eine Strafverfügung der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung in meinem Briefkasten. Kein alltäglicher Vorgang, für einen Vielfahrer aber auch nichts gänzlich Unbekanntes. Außergewöhnlich war jedoch der Grund für die 50-Euro-Strafe: „Beim Vorschriftszeichen ,Halt‘ zwar vor der Kreuzung angehalten, jedoch nicht an der auf der Fahrbahn angebrachten Haltelinie“, so die „Tatbeschreibung“ im O-Ton. Wie bitte? Ein Strafverfahren wegen einem halben Meter vor oder hinter einer Haltelinie? Es geht hier nicht um einen (verkraftbaren) Betrag oder um die Buchstaben des Gesetzes. Es geht darum, dass das hehre Ziel der Verkehrssicherheit zum Abkassieren missbraucht wird. Ebenso, wie das berechtigte Anliegen des Umweltund Gesundheitsschutzes für unsinnige Feinstaub-Fahrverbote herhalten muss. Kein Wunder, dass die Verdrossenheit mit Politik und Behörden stetig steigt! Hinter den Floskeln steckt oft nur mehr ein Apparat, der jeden Bezug zur Lebensrealität verloren hat.

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Titelstory

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Auf dem Weg nach oben

Immer mehr Firmenkunden entscheiden sich für Hyundai. Kein Wunder: Neben neuen Modellen, spezialisierten Händlern und fünf Jahren Garantie ohne Kilometerbeschränkung gibt es neuerdings auch besonders attraktive Finanzierungsangebote.

Seit exakt 20 Jahren ist Hyundai in Österreich präsent. Mittlerweile gilt man als der am stärksten wachsende Hersteller überhaupt, 2011 ist Hyundai bereits auf den siebenten Platz im Markenranking vorgestoßen. „Heuer erwarten wir eine weitere Verbesserung von 18.000 auf 20.000 Neuzulassungen“, sagt Importchef Hansjörg Mayr. Verantwortlich dafür sind vor allem die zahlreichen neuen Modelle.

Zwei starke Zugpferde

Stückzahlbringer Nummer Eins wird zweifellos der neue i30 sein: Das Kompaktklassemodell kam Mitte März als Fünftürer auf den Markt und wurde seither schon über 800 Mal verkauft. Auf den ersten Blick überzeugt das dynamische und konsequent europäische Design, beim Einsteigen die hochwertige Materialverarbeitung im Innenraum. Ein Blick in die Ausstattungsliste zeigt, dass hier viel serienmäßig ist, das bei anderen Herstellern teuer zu bezahlen wäre: Sechs Airbags, Klimaanlage, LED-Tagfahrlicht und das exzellent abgestimmte Sechsganggetriebe gibt es beispielsweise schon in der einfachsten Ausstattungsvariante, dem Basismodell mit 100-PS-Benzinmotor, für das lediglich 15.990 Euro zu veranschlagen sind. Darüber hinaus stehen ein weiterer Benziner (135 PS) und drei Dieseltriebwerke (90, 110 und 128 PS) zur Auswahl. Besonders interessant für Firmenkunden: Im Herbst wird der neue i30 auch als Kombi auf den Markt kommen, ein Dreitürer ist für 2013 geplant.
Auch eine Testfahrt im i40, dem zweiten Zugpferd für den Flottenmarkt, überzeugt. Als Kombi bietet das Mittelklassemodell 553 Liter Kofferraumvolumen, bei umgelegter Rückbank stehen sogar 1.719 Liter zur Verfügung. Die seit Februar erhältliche Limousine überzeugt mit stimmigem Design, beiden Modellen gemeinsam sind die Motorisierungen (zwei Benziner mit 135 und 178 PS, zwei Diesel mit 116 und 136 PS) sowie die attraktiven Listenpreise: Als Kombi gibt es den i40 ab 23.990 Euro, als Stufenheck ab 22.990 Euro.

Garantierte Qualität

„Flottenkunden können wir aufgrund diverser Stützungen noch bessere Konditionen gewähren“, erklärt Vertriebs- und Marketingdirektor Thomas Schmid. Neben i30 und i40 registriert er auch großes Interesse am kompakten SUV ix35: „Damit begeistern wir vor allem Firmenwagenfahrer, die sich ihr Auto selbst aussuchen können.“ Die im Vorjahr erweiterten Produktionskapazitäten im tschechischen Werk Nosovice sorgen dafür, dass der ix35 trotz der konstant hohen Nachfrage rasch lieferbar ist. Mit dem Stadtflitzer i10, dem Kleinwagen i20 und dem kompakten Crossover-Modell ix20 hat Schmid weitere Modelle im Programm, die gerade im städtischen Bereich zu den Bedürfnissen der Firmenkunden passen.
Eines ist allen Modellen ab dem ix20 gemeinsam: Für sie gewährt Hyundai eine fünfjährige Vollgarantie einschließlich kostenloser jährlicher Zustandsprüfung und Mobilitätsgarantie. „All das ohne Kilometerbeschränkung“, unterstreicht Schmid: Ein für berufliche Vielfahrer besonders wichtiger Qualitätsbeweis, der am Automarkt einzigartig ist – und noch dazu von zahlreichen unabhängigen Vergleichstests untermauert wird. Beispielsweise belegte Hyundai beim „Qualitätsreport“ der deutschen Fachzeitung „Auto Bild“ im Vorjahr zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz.

Spezialisiertes Händlernetz

Attraktive Modelle, garantierte Qualität – was fehlt noch zum Erfolg am Flottenmarkt? „Uns ist bewusst, wie wichtig die individuelle Betreuung der Firmenkunden ist“, sagt Georg Kutschera, Leiter der Flottenabteilung. Sein Team kümmert sich unter anderem um die Schulung der Händler und arbeitet eng mit den bisher zwölf Flottenzentren zusammen: Das sind spezialisierte Autohäuser, die in besonders hohe Beratungskompetenz und zusätzliche Vorführfahrzeuge investiert haben. In den kommenden Monaten soll das Netz auf rund 20 Schwerpunkthändler anwachsen.

Finanzierung nach Maß
Ab sofort gibt es in jedem „Fleet Business Center“ eine für Unternehmer besonders attraktive Finanzierungsform: „Operating Leasing“, also fixe Raten, die beinahe alle Kosten rund um das Fahrzeug abdecken. „Firmen und Freiberufler investieren damit nur in die tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs, während wir uns um Restwert und Verwertung kümmern“, erläutert Kutschera. Das innovative Angebot der Denzelbank soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden: Demnächst wird es beispielsweise auch eine Tankkarte direkt bei den Hyundai-Händlern geben.
Unterm Strich steht fest: Hyundai nimmt sein Engagement am Flottenmarkt sehr ernst. Erste Großkunden wissen das bereits zu schätzen, auch immer mehr Klein und Mittelbetriebe kommen auf den Geschmack. Die koreanischen Aufsteiger haben gute Karten, schon bald auch im Flottenbereich so manchem europäischen Wettbewerber den Rang abzulaufen.


Flächendeckendes Netzwerk

Insgesamt 131 Hyundai-Handelsstandorte und zehn reine Werkstätten gibt es derzeit in Österreich. Damit ist die koreanische Marke vom Neusiedler See bis zum Bodensee gut aufgestellt.
Die Betriebe kennen die Bedürfnisse der Flottenkunden – ganz besonders jene Spezialisten, die eine Zertifizierung als „Fleet Business Center“ erreicht haben. Die ganze Innovationskraft der Marke kann man übrigens in den beiden „Flagship Stores“ entdecken – seit rund einem Jahr bei Denzel Salzburg (B.) und demnächst auch in der Richard-Strauß-Straße in Wien-Liesing. • (HAY)
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Shortnews

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Mehr als ein nur ein Stern

Der Citan rundet ab September die Palette der leichten Nutzfahrzeuge von Mercedes nach unten ab, trotz der Renault-Kangoo-Basis soll der Mercedes-typische Charakter gewahrt sein.

Was die Tatsache, dass der Online-Händler Amazon allein am 18. Dezember 2011 stolze 2,8 Millionen Produkte verkauft hat, mit dem Mercedes Citan zu tun hat? Nun, kleinteilige Lieferungen in städtischen Bereichen nehmen auch aufgrund des Online-Booms stark zu, und so wächst die Bedeutung von kleineren Transportern für die Stadt.

Aber nicht nur Paketdienste nutzen diese Fahrzeugklasse, so gut wie jeder Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieb, vom Pizzalieferanten über den Installateur bis hin zum Blumenhändler, zählt zur potenziellen Kundschaft. Für Mercedes war die Zeit reif, das Angebot an leichten Nutzfahrzeugen nach unten abzurunden. Mit einem angepeilten Volumen von 40.000 Einheiten im Volljahr rechnet sich eine Eigenentwicklung aber nicht, Mercedes machte sich daher auf die Suche nach einem Kooperationspartner.

Renault Kangoo als Basis

Laut Entwicklungschef Dr. Sascha Paasche fiel die Wahl dann relativ rasch auf Renault, da es hier bereits Geschäftsbeziehungen gibt und das nötige Vertrauen vorhanden ist. Und nicht zuletzt, so Paasche, entspricht der neue Kangoo den hohen Qualitätsanforderungen von Mercedes. Dass der Citan lediglich ein Kangoo mit Stern sei, weist der Entwicklungschef von sich: „Wir haben umfangreiche Maßnahmen getroffen, die den typischen Mercedes-Charakter bewahren. Unsere Kunden werden sich auf Anhieb im Citan wohl fühlen.“ So wurde unter anderem das Fahrwerk des Citan straffer ausgelegt als jenes des Kangoo, straffer sind auch die Sitze. Mercedes hat das Grundfahrzeug in vielen Details optimiert, so zum Beispiel im Bereich der Türen. Die verfügen über eine andere Vorspannung und fallen daher mit dem markentypisch satten Geräusch ins Schloss.

Allrounder

Der Mercedes Citan ist in drei Varianten – als Kastenwagen, Mixto und Kombi – in bis zu drei Längen von 3,94 über 4,32 bis zu 4,71 Meter zur haben. Ein aufgeladener 114 PS Benziner ist ebenso verfügbar wie drei Turbodiesel zwischen 75 und 110 PS. Das zulässige Gesamtgewicht liegt je nach Modell bei
bis zu 2,2 Tonnen. Zum Serienumfang zählen unter anderem eine Schiebe- sowie eine doppelflügelige Hecktüre und ESP. Allrad, Erdgas- oder Elektroantrieb seien denkbar, die Umsetzung hänge aber von der Nachfrage ab. Preise stehen noch keine fest, Mercedes betont aber die Konkurrenzfähigkeit. •

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sonderthema

Einfahrt verboten!

In Graz und weiteren Ballungsräumen drohen ab Herbst großflächige Fahrverbote. Die Begründung: Feinstaub. Die Grundlage: das neue „Umweltpickerl“. Die Folgen: eine massive Entwertung älterer Fahrzeuge sowie wirtschaftliche Einbußen in den betroffenen Sperrgebieten.

Graz hat ein Problem. In der steirischen Landeshauptstadt werden seit Jahren deutlich höhere Feinstaubbelastungen gemessen als anderswo. Die (je nach Partikelgröße und Dosierung) Atemwegsbeschwerden und Asthmaanfälle auslösenden, wohl aber auch krebserregenden Teilchen halten sich im windstillen Murtal besonders hartnäckig. Infolge dessen werden die gesetzlichen Grenzwerte massiv überschritten: In Graz gab es bis Mitte April bereits 32 Tage, an denen die Konzentration von Partikeln unter 10 Mikrometern Durchmesser über dem Maximalwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lag. Im gesamten Jahr 2011 waren es 76 Tage – erlaubt wären höchstens 25.
Dass etwas geschehen muss, steht daher allseits außer Zweifel. Doch die Art und Weise der politischen Reaktion löst heftige Kontroversen aus.

Kennzeichnung als Basis

Klar ist bisher, dass auf Druck des Umweltministeriums am 1. September die „Immissionsschutzgesetz-Luft-Abgasklassen-Kennzeichnungsverordnung“ in Kraft treten wird. Hinter dem sperrigen Namen stecken fünf unterschiedlich gefärbte Pickerl, die den Emissionsklassen Euro1 bis Euro5 entsprechen und an der Windschutzscheibe aller mehrspurigen Kraftfahrzeuge anzubringen sind. Die Plaketten sind nicht prinzipiell verpflichtend – sehr wohl aber sind sie erforderlich, wenn man in eine „Umweltzone“ einfahren will. Welche Region dazu ernannt wird, ist Sache der Landeshauptleute: Sie definieren auch, ab wann die Einfahrt komplett verboten ist.

Den Anfang macht Graz: Stadt- und Landesregierung haben bereits angekündigt, dass möglichst rasch Fahrverbote eingeführt werden sollen. „Das war hoch an der Zeit, damit vor allem im Raum Graz die Feinstaubbelastung eingedämmt werden kann“, lobt Umweltminister Dr. Nikolaus Berlakovich. Betroffen sind jedenfalls Benzinfahrzeuge ohne Katalysator sowie Diesel der Abgasklassen Euro1 und Euro2, eventuell aber auch Autos der Klassen Euro3 und Euro4 – also Fahrzeuge, die bis Ende 2005 (Euro3) beziehungsweise Ende 2010 als Neufahrzeuge verkauft wurden! Noch abstruser erscheint das Vorhaben, wenn man sich vor Augen hält, dass die steirische Landesregierung bis vor Kurzem die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern finanziell gefördert hat. Doch auch diese Fahrzeuge wären von den Fahrverboten betroffen!

„Kalte Enteignung der Bürger“

Kein Wunder, dass in den vergangenen Wochen ein Sturm des Protests losgebrochen ist. Harsche Kritik kommt beispielsweise von Klaus Edelsbrunner, dem steirischen Landesgremialobmann des Fahrzeughandels: „Die ,Umweltzone‘ bedeutet nichts weniger als eine kalte Enteignung der Bürgerinnen und Bürger, deren Fahrzeuge plötzlich dramatisch an Wert verlieren – und das weit über das unmittelbare Grazer Stadtgebiet hinaus!“

Er steht Seite an Seite mit anderen Wirtschaftsvertretern, aber auch mit den Autofahrerklubs. „Wir nutzen alle Möglichkeiten für unsere Mitglieder aus, um statt dieses Schildbürgerstreichs nachhaltige Lösungen zu finden", sagt beispielsweise Hans Marcher, Landesgeschäftsführer des ARBÖ. Er hat eine Unterschriftenaktion neu gestartet, mit der bereits vor einigen Jahren gegen eventuelle Fahrverbote protestiert worden war. Über 16.000 Unterstützungserklärungen gibt es mittlerweile, mindestens 20.000 sollen es in den nächsten Wochen werden.
Parallel lässt der ARBÖ eine Sammelklage prüfen. Die sektoralen Fahrverbote könnten verfassungswidrig sein, lautet die Argumentation. Kommt die Klage zustande, könnten sich die Wirtschaftskammer und weitere Betroffene ihr anschließen.

Kaum Feinstaub von Autos

Dass der Rechtsweg zum Ziel führt, ist freilich alles andere als sicher. In Deutschland gibt es bereits 43 Umweltzonen – allen dortigen Protesten zum Trotz. Das deutsche Beispiel zeigt aber auch, dass sich die Feinstaubbelastung in den betroffenen Gebieten kaum verändert hat. Kein Wunder: Laut Untersuchungen der ÖAMTC Akademie aus dem Jahr 2010 sind Personenkraftwagen nur für 5,2 Prozent aller Feinstaubemissionen verantwortlich. Die größten Emittenten sind dagegen Kleinverbraucher, also beispielsweise Heizungen und Kamine in Privathäusern, und die Industrie.

Hinzu kommt, dass die Feinstaubemissionen der Diesel-Personenkraftwagen seit Jahrzehnten zurückgehen. Gegenüber 1985 gab es gar eine Reduktion um 99 Prozent, und die Grenzwerte werden immer strenger. „Seit der Einführung der Abgasklasse Euro5 sind beispielsweise Dieselpartikelfilter in jedem Neuwagen verpflichtend“, sagt Mag. Martin Hoffer, Leiter der ÖAMTC-Rechtsabteilung: „Man müsste also annehmen, dass die Zeit der Fahrverbote vorüber sei.“

„Große soziale Kollateralschäden“

Doch ganz im Gegenteil, in Österreich scheint es erst richtig los zu gehen: Auch Linzer Stadtpolitiker haben an einem sektoralen Fahrverbot Gefallen gefunden, in Wien und weiteren Ballungsräumen mehren sich ähnliche Stimmen. „In Wahrheit sind diese Fahrverbote überhastete Maßnahmen ohne positive umwelttechnische Wirkung, doch mit großen sozialen Kollateralschäden“, hält Hoffer dagegen. Schließlich wären Pendler und sozial schwächere Menschen von den Umweltzonen besonders betroffen.

Für die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Umweltzonen gibt es sogar konkrete Berechnungen: Allein in Graz würden laut einer Studie von Joanneum Research rund 1.500 Arbeitsplätze und 430 Millionen Euro innerstädtischer Umsatz verloren gehen. Noch gar nicht berücksichtigt sind darin die Wertverluste für Privatpersonen und Firmen, die neue Fahrzeuge benötigen würden, um in das Stadtzentrum einfahren zu können. Ein hoher Preis für die von den Studienautoren prognostizierte Feinstaubreduktion um lediglich 1,26 Prozent.

Viele offene Fragen

Hinzu kommt eine weitere offene Frage: Wie wird überhaupt festgestellt, welcher Abgasnorm ein Fahrzeug entspricht? „Im Gegensatz zu Deutschland sind in den österreichischen Zulassungsscheinen keine entsprechenden Daten eingetragen“, sagt Hoffer.

Die Bundesinnung der Kfz-Techniker wurde bisher laut eigenem Bekunden „überhaupt nicht informiert“, obwohl ihre Mitglieder die „Abgaspickerl“ ausstellen sollen. Auch deren Kosten sind offen: Der vom Umweltministerium genannte Betrag von 2,50 Euro deckt nur die Produktionskosten, nicht aber allfällige Datenrecherchen oder Abgasanalysen. „Das ist eine völlig unausgegorene Hau-Ruck-Aktion“, empört sich daher Innungsmeister Friedrich Nagl.

Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass Pkw-Fahrverbote die Partikelemissionen kaum beeinflussen werden. Regionen wie Graz dürfen sich dafür künftig auf drei Probleme statt einem großen  einstellen: Massive wirtschaftliche Schäden sowie verwirrte (und potenziell abgestrafte) Autofahrer kommen hinzu, die Feinstaubbelastung bleibt. •

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Die besten Firmenautos von Mazda

In Österreich haben Klein- und Mittelbetriebe einen besonders hohen Stellenwert. Viele Familienunternehmen prägen das Land, persönliche Kontakte werden groß geschrieben. Ein Autokauf ist im Normalfall Vertrauenssache.

Vertrauen in das Produkt, aber auch Vertrauen zum Händler. Schließlich ist die laufende Betreuung gerade im automobilen Bereich ein wichtiger Faktor.

Der Mazda-Partner ist nicht nur kompetente Ansprechperson beim Kauf, sondern bietet so gut wie alle Services rund ums Firmenauto aus einer Hand. Von der Finanzierung, der Versicherung über eine Garantieverlängerung bis hin zur klassischen Wartung reicht das Angebot.

Dank des dichten Servicenetzes von Mazda Austria mit 141 Fachwerkstätten ist auch für Außendienstmitarbeiter immer ein kompetenter Ansprechpartner in der Nähe.

Mazda hat für jeden Einsatz und jede Dienstfahrt das passende Fahrzeug im Programm. Und man muss kein Großabnehmer sein, um spezielle Flottenkonditionen zu genießen. Bereits ab drei Fahrzeugen – ideal für kleinere Betriebe – kommt man mit Firmenautos von Mazda voll auf seine Rechnung.

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Schneewittchen unter Strom

Nun hat auch Volvo ein Elektroauto im Portfolio. Der erste Praxistest verlief vielversprechend, wenngleich der Preis von 55.000 Euro hohe Forderungen unumgänglich macht.

Aufgrund seiner markanten Heckklappe gilt der Volvo C30 als Reinkarnation des legendären P1800 ES, der Anfang der 70er Jahre den Spitznamen „Schneewittchensarg“ verpasst bekam. Der C30 ist seit Ende 2006 auf dem Markt und ab sofort auch als rein elektrische Version zu haben. Ein 82 Kilowatt starker Elektromotor beschleunigt den Schweden in 13 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, bei Tempo 130  ist Schluss. Das Cockpit und das Platzangebot entsprechen den konventionell motorisierten Modellen, einzig die Armaturen und der futuristische Wählhebel unterscheiden den „Electric“ optisch von seinen Brüdern.

Silent Mode

Akustisch ist der Unterschied deutlich größer, schließlich schleicht der C30 Electric auf leisen Sohlen. Motorgeräusch gibt es keines, bei höheren Geschwindigkeiten treten Abroll- und Windgeräusche in den Vordergrund, aber keinesfalls störend. Komfortabel rollt der Wagen ab und schluckt Unebenheiten ohne Mucks. Die Reichweite betrug während unseres Tests rund 120 Kilometer. Man muss die Geschwindigkeitslimits nicht drastisch unterschreiten, selbst kurze Etappen mit 120 Stundenkilometern auf der Autobahn wirken sich nicht radikal aus. Besetzt mit vier Personen samt Gepäck sollte man seinen Gasfuß aber zügeln, andernfalls ist nach rund 80 Kilometern die Batterie leer.

Ethanol-Heizung

Positiv ist die Zusatzheizung, die von einem 15-Liter-Ethanol-Tank gespeist wird. In der kalten Jahreszeit wird so nicht nur der Innenraum, sondern auch die Batterie auf Idealtemperatur gebracht, ohne mit einem Schlag die Reichweite deutlich zu verkürzen.

Der Ladevorgang dauert je nach gewählter Stromspannung zwischen 7 und 15 Stunden, mit maximal 16 Ampere saugt der Schwede Strom aus herkömmlichen Steckdosen, eine Schnellladung ist nicht möglich. Der Durchschnittsverbrauch lag bei rund 16 Kilowattstunden auf 100 Kilometer, was Kosten von rund 2,70 Euro entspricht.

Gutes Auto, hoher Preis

Der Preis des Volvo C30 Electric liegt bei theoretischen 55.000 Euro. Theoretisch deshalb, da das Österreich-Kontingent von acht Stück bereits an Firmen verkauft ist, die in den Genuss attraktiver Förderungen gekommen sind. •

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Der Stromschnelle

Optisch ist er auffällig, der Fisker Karma, akustisch überhaupt nicht. Denn dieses Premium-Luxusautomobil, man mag es kaum glauben, ist tatsächlich ein Elektroauto.

Passend ist dabei die Philosophie von Firmengründer Henrik Fisker, der auch für das Design verantwortlich zeichnet: „Der Karma beweist, dass wir umweltfreundliche Autos fahren können, ohne die emotionalen Dinge zu opfern, wegen derer wir uns an erster Stelle in Autos verlieben.“

Aber jetzt in medias res und zum Objekt der Begierde. Der Fisker Karma ist ein völlig neu entwickeltes Fahrzeug, mit neuer Technologie von einer völlig neuen Firma. Die technischen Daten: 403 PS Gesamtleistung, 1.330 Newtonmeter (!) Drehmoment, in 5,9 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (97 km/h), 210 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit, 2.200 Kilogramm Eigengewicht. Obwohl der Fisker Karma kein Leichtgewicht ist, geht er aufgrund des überdimensionalen Drehmoments ab wie die sprichwörtliche Rakete. Nicht nur optisch vermittelt das Luxuselektrofahrzeug Dynamik, auch das Fahrverhalten ist agil, der Karma liegt satt auf der Straße, dem optischen Auftritt entsprechend.

Bis zu 80 Kilometer rein elektrisch

Das Fahrzeug kann rein mit elektrischer Energie bis zu 80 Kilometer weit fahren. Geht der elektrische Saft zur Neige, sorgt ein 175 Kilowatt-Generator, der von einem turbogeladenen 2,0-Liter-Benzinmotor angetrieben wird, für weitere 400 Kilometer. Somit kommt man auf einen – theoretischen – Durchschnittsverbrauch von 2,4 Liter/100 Kilometer und einen CO2-Ausstoß von 83 Gramm/Kilometer. Sitzt man einmal im Karma, umgibt einen Luxus pur.

Verarbeitet sind die edelsten Materialien, wobei auch hier auf größtmögliche Umweltverträglichkeit wert gelegt wird. Apropos sitzen, für die Fondpassagiere ist das Platzangebot etwas eingeschränkt. Ebenso verhält es sich mit dem Kofferraum. Aber zwei Golfbags sollten sich trotzdem ausgehen.

Kein Sonderangebot

Um in den Genuss dieser luxuriösen, ökologischen Fortbewegungsart zu kommen, muss man sich an die Fisker Austria GmbH in Mödling wenden und dort zumindest knapp 110.000 Euro hinblättern. •

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